Cäcilia Eintracht Erpel – Heitere Gemüter, fröhliche Lieder
Unkeler Zeitung Nr. 36 vom 6. September 2001

Gerald Charlier lud zum Offenen Singen ein

Eine sehr beliebte und längst zur Tradition gewordene Veranstaltung in Erpel ist das Offene Singen, das vom Gesangverein Cäcilia Eintracht Erpel unter der Leitung von Gerald Charlier veranstaltet wurde. Von weitem konnte man ihre Stimmen hören, es waren nicht nur die Chormitglieder, die sangen, alle die Lust und Stimme hatten, konnten sich dem singenden Reigen anschließen. Der Chorleiter hatte sein Keyboard mitgebracht und begleitete die einzelnen Lieder. Es handelte sich um die 3. Veranstaltung dieser Art, die immer wieder großen Anklang gefunden hat und dazu beitragen soll, das deutsche Volksliedgut wieder aufzufrischen und zu pflegen. Charlier hat eine Auswahl der schönsten deutschen Volkslieder getroffen, die für die Sängerinnen und noch Sänger vervielfältigt wurden. Das Engagement war groß und die Beteiligung beachtlich. Der Wirt der bekannten Gaststätte "Om Maat" versorgte die Anwesenden bestens mit Speis' und Trank.

Zum Auftakt trug der Gesangverein Cäciliä Eintracht 1844 das weltbekannte "Heideröslein" vor, das Charlier auf dem Keyboard begleitete. Er animierte alle Anwesenden mitzusingen. Anlässlich dieser Veranstaltung wurden Texte der bekanntesten Deutschen Volkslieder verteilt. Es war urgemütlich unter der großen Platane. "Schön ist die Welt", "Hoch auf dem gelben Wagen", "In einem kühlen Grunde", "Wem Gott will rechte Gunst erweisen", das bekannte "Heideröslein" und viele andere Volkslieder wurden zu Gehör gebracht.


Das beliebte Erpeler Duo "Die Sti-Wis"

 

Im Repertoire des Chores waren auch Kölsche Lieder in original Kölscher Mundart "Heimweh nach Köln", wo es da lautet: "Wenn ich su an ming Heimat denke und sin d'r Dom su vör mir ston, mööch ich direk op Heim an schwenke, ich mööch zo Foß no Kölle, jon ...". Ein anderes bekanntes rheinisches Lied ist das ebenso beliebte "Mer schenke der Ahl e paar Blömcher". Mittlerweile war die Stimmung bereits auf Hochtouren. "Drenk doch ene met", "In unsrem Veedel", "Echte Fründe", "Ever der Dom bliev ston", Lieder, die zum Schunkeln einluden und die Stimmung zum Höhepunkt brachten. Eine malerische und liebevolle Beschreibung von Erpel erfährt man durch das Lied "Erpel zu den vier Jahreszeiten". Es wurde geschunkelt und gelacht. Als Abschlusslied der Volksweisen sangen alle gemeinsam "Ade zur guten Nacht" und "Nehmt Abschied Brüder". Der Gesangverein Cäcilia Eintracht Erpel verfügt über gute und klangvolle Stimmen, sein Repertoire ist sehr umfangreich.

Die Sti-Wis Günther Witten (Gesang) und Karl Josef Stieldorf (Akkordeon), das beliebte Duo aus Erpel brachten einige Lieder aus ihrem Repertoire zu Gehör, unter anderem das stimmungsvolle "Der Ovend wor schön", bei dem die Anwesenden den Refrain mitsangen. Heinrich Lindlohr, der 1. Vorsitzende des Gesangvereins Cäcilia Eintracht 1844 Erpel dankte allen, die beim "Offenen Singen" mitgemacht haben. Unter den Anwesenden waren auch eine Reihe von Kindern, die an dem Geschehen viel Spaß hatten. Ein besonderer Dank gilt jedoch Gerald Charlier und seinem Chor. Nicht nur die Erwachsenen hatten Freude an diesem Abend, auch zahlreiche Kinder tummelten sich herum und vergnügten sich noch lange auf dem Marktplatz in Erpel. In dieser Nacht konnten sie bestimmt gut schlafen.

Text und Foto: Ute Bartsch