Neuigkeiten aus der Alten Herrlichkeit

Der Prinz wollte das Rathaus - und bekam es

Auf die leeren Stadtsäckel verzichtete der Narrenherrscher großzügig - Feuerwasser aus Holland

Die Lage in der "Alten Herrlichkeit" am Sonntagmorgen: Pastor Günter Lülsdorf las in St. Severinus die Kölsche Mess, dann zogen die kostümierten, allen voran die GEK Erpel und die Möhnen, angeführt vom TC Erpel, zur kurzen Gedenkfeier auf den Friedhof. Vor seiner Residenz harrte Prinz Karel I., genüsslich Pfeife rauchend, der Dinge, die da kommen sollten.

Zunächst verhaltener Angriff der GEK bei leichter Gegenwehr der Erpeler Möhnen
Zunächst verhaltener Angriff der GEK bei leichter Gegenwehr der Erpeler Möhnen

Nach einem mächtigen Kanonenknall bahnten die GEK-Stadtsoldaten mit Kommandant Uwe Kochems dem Prinzen Karel I. den Weg ins Rathaus
Nach einem mächtigen Kanonenknall bahnten die GEK-Stadtsoldaten mit Kommandant Uwe Kochems dem Prinzen Karel I. den Weg ins Rathaus

Die schwarze Ortschefin, Cilly Adenauer, unterstützt von zwei Roten (!), stellte in Windeseile Straßensperren auf: "Narrenfreie Zone - Hoheitsgebiet der Ortsgemeinde Erpel". Auf dem mit Luftballons und europäischen Farben dekorierten Rathaus bimmelte das in die Jahre gekommene Alarmglöckchen, als die närrischen Scharen um Kommandant Uwe Kochems zum Sturm bliesen. "Mak de Pooz op", so oder ähnlich der holländische Erpeler, Prinz Karel I. drohend. "Was wollt Ihr denn? Jahrzehnte lange Mißwirtschaft könnt auch Ihr nicht in wenigen Tagen beseitigen", rief die Bürgermeisterin vom kleinen Rathaus-Balkon. "Wir wollen das Rathaus! Die leeren Kassen könnt Ihr behalten", antwortete Karel I., und schon stürmten sie, bei leichter Gegenwehr der von Cilly verpflichteten Möhnen, die "Beamten-Bruchbude".

Im Sitzungssaal, musikalisch unterhalten von den "SuWie's", traditionsgemäß die Träger des Heimatordens "Alt Erpilla", dazu der Herr Pastor und andere wichtige Leute aus Politik und anderer Narretei. Noch einmal bekundete der aus Holland anreisende Prinz, mit Bier und Wein ein echter Erpeler zu sein. Dann trugen sich er und der diesjährige Heimatordenträger ins Goldene Buch ein. Der Prinz kredenzte "Feuerwasser aus Holland". Danach hielt die Gulaschkanone der Stadtsoldaten einen leckeren Gemüseeintopf bereit. Nicht nur dem Prinzen gefiel es ... Alaaf - Erpel!

Text und Foto: Leo Klevenhaus, Bonner Rundschau vom 5. Februar 2013

11:15:08 am 05.02.2013 von Erpel - Kategorie: Presse

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