Interessengruppe jüdischer Friedhof Erpel

"Die Interessengruppe besteht aus sieben Erpeler Bürgerinnen und Bürgern. Unser Anliegen ist und wird zukünftig sein, den bisher wenig beachteten jüdischen Friedhof am Fuße der Erpeler Ley sichtbarer zu machen. Als Kultur- und Erinnerungsstätte "jüdischer Friedhof Erpel" soll der Friedhof wieder Würdigung und Beachtung erfahren.

Der jüdische Friedhof vor und während der Pflegearbeiten

Eingang des jüdischen Friedhofs vor den Aufräumarbeiten

Zunächst haben wir Kontakt zur jüdischen Kultusgemeinde Koblenz als Inhaberin des Friedhofs und zur zuständigen Denkmalbehörde in Neuwied aufgenommen, da der Friedhof unter Denkmalschutz steht. Die jüdische Kultusgemeinde haben wir am 28.03.2022 in Koblenz besucht, sie hat ihr Einverständnis zu unserem Projekt gegeben. Ein Ortstermin mit dem zuständigen Denkmalschützer, Dr. Reinhard Lahr, fand am 31.03.2022 statt und auch von dort haben wir die Genehmigung für unser Vorhaben erhalten.

Da der Friedhof von Schwarz- und Rehwild heimgesucht wird, war der erste Gedanke vor weiteren Maßnahmen, einen Wildschutzzaun zu errichten. Allerdings sind wir davon, nach einem Gespräch mit Herrn Dr. Lahr, aus ästhetischen Gründen wieder abgerückt. So haben wir uns, in Einklang mit dem Denkmalschutz, dafür entschieden, die bereits teilweise vorhandene Hainbuchenhecke zu erweitern und abgestorbene Pflanzen auszutauschen.

Eindrücke von den Pflegearbeiten

Nach Zusage der Förderung durch die LAG Rhein-Wied haben wir im Mai mit ersten Pflegearbeiten begonnen und uns um die Beschaffung der Basaltstelen, die Auswahl und Bestellung der Pflanzen, die Befestigung des Zuganges zum Friedhofsgelände und der Gestaltung der Hinweistafel gekümmert.Wegen des sehr heißen und trockenen Sommers haben wir die Bepflanzung erst in der letzten Septemberwoche vorgenommen. Durch die Unterstützung des Bauhofs konnte der Weg zum Friedhof mit schwerem Gerät befestigt und die Basaltstelen einbetoniert werden.

Der jüdische Friedhof nach den Aufräumarbeiten

Am Anfang des bisher versteckten Weges weist nun eine Hinweistafel, die auf drei Basaltstelen angebracht ist, auf den Friedhof und seine Geschichte hin. Der bisherige kaum kenntliche Pfad zum Friedhofsgelände ist jetzt befestigt.

Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung beim Bauhof Erpel-Bruchhausen, bei der Basalt-Actien-Gesellschaft für die Spenden der Stelen, bei K.-H. Rosen für Tipps, bei Frau Luzie Schwarz, Lokale Aktionsgruppe Rhein-Wied, für Beratung und Geduld. Sowie bei Peter Imdahl, Gartenland Linz, und Hansi Freund, Bad Hönninger Fruchtsäfte, für ihre Unterstützung."

Erpel im Oktober 2022

Ulrike und Holger Diedenhofen, Christoph Gückel, Johanna Lenz, Harald Mundus, Bettina Pollklesener, Ulrike Stümpfig

Hier befindet sich der jüdische Friedhof in Erpel

Lageplan des jüdischen Friedhofs